Thermik, Taktik und Teamgeist: Ein Rückblick auf den JENA CUP 2026

Vom 24. Juli bis 01. August 2026 wurde der Flugplatz Jena-Schöngleina einmal mehr zum Mekka des Leistungssegelflugs. Beim JENA CUP 2026, der als hochkarätige Qualifikationsmeisterschaft im Streckensegelflug ausgetragen wurde, trafen sich Top-Pilotinnen und -Piloten aus der ganzen Region und darüber hinaus. In drei stark besetzten Klassen ging es eine Woche lang um wichtige Qualifikationspunkte, maximale Schnittgeschwindigkeiten und vor allem um spektakulären Luftsport.

Große Strecken und taktikgeprägte Flugtage

Der Auftakt hätte kaum verheißungsvoller sein können: Gleich am ersten Wertungstag meinte es das Wetter gut mit dem Feld. In der Offenen Klasse schickte die Wettbewerbsleitung die Piloten auf anspruchsvolle Aufgaben von knapp 400 Kilometern, die bereits am ersten Tag vollen Einsatz und exaktes Wetterlesen forderten.

Die Folgetage zeigten die ganze Faszination des Segelflugs: Nach anfänglicher Skepsis und wechselhaften Prognosen entwickelten sich an Tag zwei extrem schnelle Rennstrecken. Auch wenn die Thermik an einzelnen Tagen Geduld verlangte und ein Tag aufgrund ausbleibender Aufwinde neutralisiert werden musste, holte die Wettbewerbsleitung das Maximum aus dem Wetterfenster heraus. Insgesamt konnten an fünf Wertungstagen spannende Aufgaben geflogen werden.

Die Sieger der Klassen

In allen drei Klassen wurde bis zum letzten Tag um jeden Meter und jede Sekunde gekämpft. Am Ende setzten sich auf den Treppchen Piloten durch, die eine herausragende Kombination aus Linienwahl, Taktik und Fluggefühl bewiesen:

  • 18m-Klasse: Philipp Schulz sicherte sich auf seinem Ventus-3T den Gesamtsieg.

  • Offene Klasse: Martin Petz flog auf Antares 20e an die Spitze des Klassements.

  • Doppelsitzer-Klasse: Das Team Tobias Ladenburger und Leonard Krohmer meisterte das Teamwork im Cockpit perfekt und holte sich im Arcus T den Titel.

Mehr als nur Wettbewerb: Gemeinschaft am Flugplatz

Ein Wettbewerb wie der Jena Cup lebt nicht nur von Wendepunkten, Schnittgeschwindigkeiten und Schnittwerten im Gelände. Mindestens genauso wichtig war die Atmosphäre am Boden. Vom gemeinsamen Briefing am Morgen über die Fachsimpeleien beim Abendessen bis hin zum traditionellen Abschlussabend zeigte sich einmal mehr, was den Segelflugsport ausmacht: Kameradschaft, Leidenschaft und ein starkes Miteinander. Ein großer Dank geht an das gesamte Orga-Team, die Schlepp-Pilot:innen, die Starthelfer, alle Partner und Sponsoren sowie die Wettbewerbsleitung, die diesen Wettbewerb auf die Beine gestellt haben.

Wir gratulieren allen Siegerinnen und Siegern herzlich zu ihren Erfolgen und freuen uns schon jetzt auf die nächsten Thermikabenteuer über Schöngleina!