Ein Wochenende am und über dem Kyffhäuser

Ein Wochenende am und über dem Kyffhäuser

Wenn auf dem Flugplatz Jena-Schöngleina einmal im Jahr die Modellflugzeuge, -Fahrzeuge, -Eisenbahnen und -Schiffe den Flugplatz übernehmen, müssen die Segelflieger am Boden bleiben. Ein solches Wochenende soll aber nicht traurig an die Erde gebunden und den Blick sehnsüchtig gen Himmel gerichtet vorübergehen. Stattdessen hat eine kleine Gruppe von uns die Flieger in die Hänger gepackt und ist aufgebrochen. Wohin? In einen der nördlichsten Zipfel von Thüringen, zum Kyffhäuser. Genauer gesagt auf den Flugplatz Bad Frankenhausen.

Nach einer entspannten Fahrt und Zeltaufbau am Freitagabend hat es uns am frühen Samstag kaum noch auf den Luftmatratzen gehalten. Könnte auch an dem immer weiter auffrischenden Wind gelegen haben. Ein Frühstück im Vorzelt später ging es schon daran unsere 6 mitgebrachten Flieger aufzurüsten.  Da das Team kräftig mit angepackt hat, war das auch in Null-komma-Nix erledigt. Ab gehts: die ersten Erkundungsflüge am Platz. Durch den frischen Wind bekommen wir Auskuppelhöhen bis 600m, die Winde der Frankhäuser läuft hervorragend. Schon nach wenigen hundert Metern taucht die Statue von Barbarossa hinter dem Wald auf…toller Anblick. Am nächsten Tag sollten wir diesen auch noch etwas näher aus der Luft zu Gesicht bekommen. Die etwas zerrissene Thermik an dem Tag reichte für schöne erweiterte Lokalflüge. Leckere Nudelsuppe und Kaffe und Kuchen rundeten den sehr entspannten Flugbetrieb ab. Am Abend trafen wir uns dann mit den Kameraden vom Aeroclub „Hans Grade“auf ein Gerstenkaltgetränk bei Lagerfeuer und Thüringer Rostbratwurst, die untergehende Sonne im Rücken. Wunderbar!

Der nächste schöne Tag folgte sogleich, das Wetter sollte noch besser werden, der Wind ist die Nacht über bereits abgeflaut. Da wir den größten Teil unserer „Flotte“ aufgerüstet gelassen haben, brauchten wir nur noch an den Start ziehen und los gings in Thermik- und kleinere Streckenflüge. Für alle hungrigen, am Boden zurückgebliebenen gabs wieder leckeres Mittagessen von der Kantine des Aeroclubs. Super Service! Am späten Nachmittag konnten wir dann ganz in Ruhe die Flugzeuge wieder in die Hänger verfrachten, die Zelte wieder in ihre Taschen falten und uns bei den frankhäuser Fliegern für die Gastfreundschaft und das tolle Wetter bedanken.

Ein wirklich rundum gelungenes Wochenende, von dem Jeder seine persönlichen Highlights mit nachhause nehmen konnte und auch die (Flug-)Technik vom anderen Verein ausprobiert werden konnte. Vielen Dank an das tolle Team und die Gastfreundschaft vom Aeroclub „Hans Grade“ e.V., wir kommen gerne wieder vorbei!